Selbstorganisatorische Hypnosetherapie

Hypnose schafft einen natürlichen Zugang zu den eigenen seelischen und körperlichen Selbstheilungskräften. Die wunderbaren und kreativen Möglichkeiten der Trance werden gezielt genutzt, um auf effektive Weise die Ursache für seelische Störungen zu erkennen. Als Ergebnis einer gemeinsamen Strategie und Arbeit kann das eigene Leben wieder gelassen und sicher gestaltet werden. Die Basis bildet eine wertschätzende und vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Betroffenen und dem Hypnosetherapeuten.
Mit den erlernten selbsthypnotischen Maßnahmen können Sie dann zu Hause weiterarbeiten und es eröffnen sich faszinierende Möglichkeiten im Alltag, auch ohne die Begleitung des Hypnosetherapeuten eigene Wohlfühltrancen ganz persönlich zu gestalten.
Der Patient lernt in der selbstorganisatorischen Hypnosetherapie, dass die Quelle der Problemlösung in seinem Inneren liegt. Die Hypnosetherapie ist immer in einen tragenden und geschützten Beziehungs- und Therapierahmen eingebettet. Betroffener und Hypnosetherapeut arbeiten einem längeren Zeitraum vertrauensvoll zusammen, in welchem nicht sofort und ausschließlich mit der Methode Hypnose gearbeitet wird. Selbstorganisatorische Hypnosetherapie fördert die positive Selbstentwicklung des Menschen und er kann lernen, die Weisheit, Kreativität, Hilfe und Lösungskompetenz des Unbewussten für die Lösungen zu nutzen.
Selbstorganisatorische Hypnosetherapie nutzt das dem Menschen innewohnende Potenzial durch die Arbeit mit veränderten Bewusstseinszuständen. Es werden Selbsterkenntnis und die Aufarbeitung von problemver­ursachenden früheren und (früh)kindlichen Erlebnissen gefördert.
Durch selbstorganisatorische Hypnosetherapie wird es möglich, innere Gelassenheit, Sicherheit und Kraft zu finden und aufzubauen, um Lösungsschritte zu entwerfen und zu erproben.
Das Wort Hypnose löst noch immer heftige Diskussionen aus. Leider wird dabei oft fehlendes Wissen durch Vorurteile ersetzt. Viele Menschen haben Angst, in Hypnose die Kontrolle über ihr Denken und Handeln zu verlieren. Diese Sorge ist jedoch vollkommen unbegründet, da der Hypnotiseur keinen Menschen in ein willenloses Werkzeug verwandeln kann.
Selbstorganisatorische Hypnose trichtert dem Patienten nicht mehr ein, etwas Bestimmtes zu tun oder zu unterlassen. Der Hypnosetherapeut versetzt sich in die innere Welt des Patienten und spricht mit seinem Unbewussten. Dadurch eröffnet er ihm die Möglichkeit, seine Fähigkeiten optimal zu nützen und selbst Lösungen zu finden. Die Bildersprache ist eine Sprache der Hypnose. Sie hilft dem Menschen,
  • die Weisheit,
  • die Kreativität
  • und die Hilfe
des Unbewussten für seine Ziele zu nützen.
Die selbstorganisatorische Hypnosetherapie orientiert sich so weit wie möglich an den gesunden Anteilen, die die Patienten besitzen. Die Selbstheilungskräfte des Patienten werden aktiviert und starre Handlungs- und Erlebnismuster aufgelockert. Es werden psychische Prozesse gefördert, die den Behandelten einen Zugang zu ihren unbewussten Potentialen eröffnen und eine eigene kreative Neuorientierung im Unbewussten in Gang setzen. Die selbstorganisatorische Hypnosetherapie zielt letztlich auf die Stärkung der Selbstverantwortlichkeit und Eigenständigkeit des Einzelnen. Dabei stellt sich der Therapeut ganz auf die individuelle Persönlichkeit der Patienten ein.
Es gibt eine Fülle von Missverständnissen und Fehlannahmen bezüglich der Hypnose. In den Medien ist immer noch zu lesen, dass in der Hypnose der Hypnotiseur den Hypnotisierten steuert und dann auch noch Macht über ihn gewinnt. Eine wissenschaftlich sinnvolle Definition setzt Hypnose mit einem spezifischen Zustand des Gehirns in Beziehung.
Hypnotische Trance bezeichnet im Allgemeinen einen veränderten Tagesbewusstseinszustand, in welchem die Aktivität in einem Bereich des Gehirns stark erhöht ist, während in anderen Bereichen die Aktivität deutlich verringert ist.
Die Natur hat Tiere und Menschen mit der angeborenen Fähigkeit ausgestattet, Trancezustände zu entwickeln, da diese für das Überleben von Bedeutung sind (z.B. gerät eine Katze in einen Trancezustand, wenn sie ein Beutetier fixiert. Jede menschliche Höchstleistung wird in einem Trancezustand vollbracht (z. B. Sportler, Künstler, Musiker und Schauspieler, die wie mit ihrer Tätigkeit verschmelzen). In Extremzuständen der Psyche entwickeln sich spontane Trancezustände, in welchen z. B. kein Schmerz wahrgenommen wird.

Unterschied zu anderen Psychotherapie-Modellen

Tiefenpsychologische und verhaltenstherapeutische Modelle orientieren sich mit ihren Pathologie-Hypothesen an der Vergangenheit. Schwäche, Unfähigkeit und Defizite werden in linear-kausaler Weise aus Erfahrungen der Vergangenheit erklärt. Die biologische Psychiatrie hat die Hypothesen entwickelt, in denen  »psychische Störungen« als Stoffwechseldefekte erklärt werden (z.B. Mangel an Serotonin).
Die defizitfokussierenden Konzepte können bei Menschen, die unter psychischen Beschwerden leiden, das Erleben verstärken, dass sie ohnmächtige und inkompetente Opfer sind, welche unwillkürlichen Prozessen ausgeliefert sind.
Die Phänomene der psychischen Symptome werden mit den Diagnosen Depression, Angst, Zwang oder Sucht verdinglicht, so als ob Betroffene eine Depression/Angst/Zwang/Sucht wie einen Gegenstand oder eine genetische Eigenschaft (z.B. braune Haare) hätten. Innerhalb eines solchen verdinglichten Konzept, in welchem Symptome als Defizit gesehen werden, besteht die Aufgabe des Therapeuten darin, mit entsprechenden therapeutischen »Techniken« die Symptome »wegzumachen«. Diese Sichtweise sollte aufgegeben werden.
Die Erkenntnisse der Neurobiologie und der Hypnosetherapie zeigen allerdings, dass jedes Erleben das Ergebnis einer Aufmerksamkeitsfokussierung ist. Das Erleben wird sowohl bewusst-willentlich als auch unwillkürlich-unbewusst neu erzeugt. Dabei wirkt die Ebene des Unbewussten/Unwillkürlichen besonders stark und schnell.
Niemand »ist« nur »depressiv«, »hat einen Zwang«, »hat eine Angststörung«. Wenn jemand unter einem depressiven Prozess leidet, kann das verstanden werden als: der Mensch ist intensiv mit Prozessen assoziiert, mit denen er sich selbst auf unwillkürlicher/unbewusster Ebene selbst niederdrückt. Stephen Gilligan und Gunter Schmidt haben Symptome wie »Depression« als Ausdruck unbewusst selbst indizierter »Problemtrance« verstanden.
Die Kommunikationsprozesse mit den Betroffenen sollten sich deshalb so gestalten, dass jedes hilfreiche Erfahrungspotenzial, jede denkbare Kompetenz, jede schlummernde Ressource intensiv in  den Aufmerksamkeitsfokus gerückt wird. Viele Kompetenzen für hilfreiche Entwicklungen können so wieder aktiviert werden, auch, wenn sie den Betroffenen nicht mehr bewusst sind. Die Gestaltung der Gegenwart bestimmt, welche Wirkungen man den vergangenen Erfahrungen und der Zukunftsvision erlaubt.
In der Hypnosetherapie wird die Entstehung einer psychischen Störung als unbewusste-unwillkürliche, aktive Leistung des Individuums betrachtet.
Diese selbstwirksam erbrachte Leistung wird dabei nicht als Ausdruck von Inkompetenz und Defizit. Sieht man diese Leistung, wird verständlich, dass man mit Fragen »Wie können Sie die Angst/den Zwang/die Depression verstärken«, die Selbstwirksamkeit erhöhen kann. Wichtig ist, dass der Therapeut behutsam und achtsam vorgeht, dass es beim Betroffenen würdigend und ermutigend ankommt und so die Menschen in ihrer Autonomie und Kompetenz sehr wirksam unterstützt werden.
Wird die Entwicklung von Symptomen als Leistung gewürdigt, kann auch folgende Frage gestellt werden: „Welche Funktion haben die Symptome, welche auf unbewusster Ebene unwillkürlich »gemacht« werden?“ Mit diesem Ansatz können die Symptome in ganzheitlich würdigender Weise genutzt werden, um einen Bewusstwerdungsprozess in Gang zu setzen.
Auf der Ebene des Unbewussten, wo diese beschriebene Leistung vorhanden ist, sind auch die Kompetenzen, die für hilfreiche Lösungen benötigt werden, gespeichert und in der Hypnosetherapie werden auf diese selbstwirksame Kompetenz zurückgegriffen.
Ebenfalls auf unbewusster Ebene können die Betroffenen können Befürchtungen angesiedelt sein, dass sich unerwünschte Auswirkungen ergeben könnten, wenn die Lösungskompetenz aktiviert und genutzt wird. Die Befürchtungen beziehen oftmals darauf, dass andere durch die erfolgreiche Umsetzung der gefundenen Lösung Probleme bekommen könnten.
Dann kann eine Symptomatik und das bisherige Nichtnutzen von Lösungskompetenzen als eine unbewusste Loyalitätsleistung verstanden und gewürdigt werden. So sollte der Therapeut auch den unbewussten Widerstand gegen Besserung oder die Ambivalenz geachtet und für die Heilung genutzt werden.
In der Hypnosetherapie können Patienten lernen und korrigierende Erfahrungen machen, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen den eigenen Handlungen und Entscheidungen und den Symptomen der Angst/der Depression/der Sucht.
Wenn anderen die Schuld gegeben wird, gibt der Patient ihnen Macht. Wenn für die Gefühle von Depression, Angst, Wut und Enttäuschung auf andere, die Umstände und die anderen verantwortlich gemacht werden, macht man sich selbst hilflos. Der Patient wird die Kompetenzerfahrung machen, dass er selbst seine Gefühle steuern und erkennen kann: »Mein Handeln, Denken und meine Entscheidungen bestimmen, wie ich mich fühle«.

Behandlungsangebote Hypnosetherapie

  • Depression
  • Angststörungen
  • Phobien
  • Panikstörungen
  • Somatoforme Störungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Borderlinestörung
  • Suchterkrankungen (Cannabis, Drogen, Alkohol, Nikotin, Spielen, Sex, Internet)
  • Selbstverletzendes Verhalten
  • Psychosomatische Störungen
  • Ticstörungen
  • ADS/ADHS
  • Burn-out
  • Traumatherapie (Traumafolgestörung)
  • Dissoziative Störungen
  • Zwangsstörung
  • Sexuelle Störungen
  • Essstörungen (Übergewicht, Bulimia nervosa, Anorexia nervosa, Binge-Eating)
  • Probleme in der Partnerschaft (Paarberatung/Paartherapie)
  • familiäre Probleme
  • berufliche Probleme
  • Abnehmen
  • Schmerzen
  • Krebs
  • Heuschnupfen
  • Allergien/Heuschnupfen/Asthma bronchiale/Neurodermitis
  • Autoimmunerkrankungen
  • Migräne/Kopfschmerzen
  • Hypertonie
  • Tinnitus
  • Raucherentwöhnung
  • Morbus Crohn
  • Colitis ulcerosa