Psychotherapeutische Hypnose (Hypnosepsychotherapie)

 

Das Angebot von effektiven und ermutigenden Vorgehensweisen 

In der Psychotherapeutischen Hypnose werden auf achtungsvolle und empathische Weise effektive und ermutigende Vorgehensweisen angeboten. Die Betroffenen können wieder erleben, dass sie Gutes und Hilfreiches für sich tun können und die Erfahrung machen, dass sie von sich selbst und von ihrer wertvollen, weisheitsvollen, jedoch bisher unbewussten Kompetenz lernen. Durch den »inneren Lehrer« werden Würde, Selbstachtung und Selbstwirksamkeit intensiv gestärkt.

 

Sich in die unbewusste und innere Welt vertiefen

Hypnosepsychotherapie ist ein tiefenpsychologisches Psychotherapieverfahren, dessen positive Wirkungen auf Psyche und Körper in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen wurde.

Hypnosepsychotherapie wird bei einer Vielzahl von psychischen und psychosomatischen Störungen erfolgreich angewandt. Die Patienten vertiefen sich in die unbewusste und innere Welt und können erleben, wie sich Konflikte der äußeren Welt in der inneren Welt abbilden. Patienten im Hypnosezustand beginnen selbst zu verstehen, was Symbole, Gefühle, Emotionen sowie körperliche Empfindungen mit ihnen selbst zu tun haben. So stärken Patienten in Hypnose das Ich, weil sie lernen, ihre eigenen „Ich-Anteile“ zu sehen und in Hypnose eine Selbstanalyse durchzuführen. Auch gelingt es den Patienten, Bindungen mit Beziehungspersonen aus ihrer Vergangenheit wieder zu erleben und zu korrigieren.

Selbsterkenntnis und die Aufarbeitung von problemver­ursachenden früheren und (früh)kindlichen Erlebnissen wird auf diese Weise gefördert.

 

So erreichen Sie ein freieres, kreativeres und erfolgreicheres Leben

Psychotherapie in Hypnose berücksichtigt die Lebensgeschichte und richtet sich nicht gegen die Symptome einer psychischen oder psychosomatischen Krankheit. Vielmehr ist das Ziel, durch Selbstentwicklung und Selbsterkenntnis den autoaggressiven Anteilen in der Psyche bewusst zu machen und die abgespaltenen Wesensanteile in die Gesamtpersönlichkeit zu integrieren.

Hypnosepsychotherapie hat das Ziel, die Selbstentwicklung des individuellen Menschen  zu fördern.

In dem Maße, wie diese positive Selbstentwicklung gelingt, kann der Mensch seine Symptome aufgeben. Diese Behandlungsform ist bei fast allen Störungen und Behandlungen angezeigt. Auf diesem Weg kann ein dem eigenen Wesen entsprechendes, freieres, kreativeres, erfolgreicheres und verbundeneres Leben erreicht werden. Bei schweren körperlichen Erkrankungen kann das Bewusstsein entwickelt werden, eine erfolgreiche Krankheitsbewältigung zu erreichen. Auch Antworten zu finden auf Fragen nach dem  Lebenssinn kann ein Bereich sein, der in der Hypnosepsychotherapie wichtig ist.

 

Die Weisheit und die Lösungskompetenz des Unbewussten hilft

In Hypnosepsychotherapie hilft die Weisheit und kreative Lösungskompetenz des Unbewussten, neue Wege und Möglichkeiten zur Problemlösung und zur persönlichen Weiterentwicklung zu finden. Dadurch können Fehlhaltungen und festgefahrene Verhaltensmuster aufgelöst und innere Potenziale verfügbarer gemacht werden.

Hypnosepsychotherapie wird eingesetzt für:

  • Psychische Heilung

  • Psychosomatische Heilung

  • Behandlung von Verhaltensstörungen

  • Behandlung von Persönlichkeitsstörungen

  • Stressbewältigung

  • Paar- und Familientherapie

  • Traumatherapie

 

Menschen mit psychischen Beschwerden sind keine ohnmächtigen und inkompetenten Opfer!

Tiefenpsychologische und verhaltenstherapeutische Modelle orientieren sich mit ihren Pathologie-Hypothesen an der Vergangenheit. Schwäche, Unfähigkeit und Defizite werden in linear-kausaler weise aus Erfahrungen der Vergangenheit erklärt. Die biologische Psychiatrie hat die Hypothesen entwickelt, in denen  »psychische Störungen« als Stoffwechseldefekte erklärt werden (z.B. Mangel an Serotonin). Die defizitfokussierenden Konzepte können bei Menschen, die unter psychischen Beschwerden leiden, das Erleben verstärken, dass sie ohnmächtige und inkompetente Opfer sind, welche unwillkürlichen Prozessen ausgeliefert sind. Die Phänomene der psychischen Symptome werden mit den Diagnosen Depression, Angst, Zwang oder Sucht zu dem Realitätskonstrukt einer Verdinglichung, welche den Eindruck erwecken kann, Betroffene hätten eine Depression/Angst/Zwang wie einen Gegenstand oder eine genetische Eigenschaft (z.B. braune Haare). Dieses verdinglichte Konzept, in welchem Symptome als Defizit gesehen werden und die Aufgabe des Therapeuten darin besteht, mit entsprechenden therapeutischen »Techniken« die Symptome »wegzumachen«, sollte auf gegeben werden.

 

Jedes Erleben ist das Ergebnis einer Aufmerksamkeitsfokussierung

Die Erkenntnisse der Neurobiologie, der Hypnosetherapie und der hypnosystemischen Arbeit zeigen allerdings, dass jedes Erleben das Ergebnis einer Aufmerksamkeitsfokussierung ist. Das Erleben wird sowohl bewusst-willentlich als auch unwillkürlich-unbewusst neu erzeugt. Dabei wirkt die Ebene des Unbewussten/Unwillkürlichen besonders stark und schnell. Niemand »ist« nur »depressiv«, »hat einen Zwang«; »hat eine Angststörung. Wenn jemand unter einem depressiven Prozess leidet, kann das verstanden werden als: der Mensch ist intensiv mit Prozessen assoziiert, mit denen er sich selbst auf unwillkürlicher/unbewusster ebene selbst niederdrückt. Stephen Gilligan und Gunter Schmidt haben Symptome wie »Depression« als Ausdruck unbewusst selbst indizierter »Problemtrance« verstanden.

 

Hypnose rückt die in jedem Menschen schlummernden Ressourcen intensiv in den Aufmerksamkeitsfokus

Die hypnotischen Kommunikationsprozesse mit den Betroffenen sollten sich deshalb so gestalten, dass jedes hilfreiche Erfahrungspotenzial, jede denkbare Kompetenz, jede schlummernde Ressource intensiv in  den Aufmerksamkeitsfokus gerückt wird. So können viele Kompetenzen für eine hilfreiche Entwicklung wieder aktiviert werden, auch, wenn sie den Betroffenen nicht mehr bewusst sind.

Die Gestaltung der Gegenwart bestimmt, welche Wirkungen man den vergangenen Erfahrungen und der Zukunftsvision erlaubt.

 

Psychische Störung als unbewusste-unwillkürliche, aktive Leistung des Individuums

In der Hypnosetherapie wird die Entstehung einer psychischen Störung als unbewusste-unwillkürliche, aktive Leistung des Individuums betrachtet. Diese selbstwirksam erbrachte Leistung wird dabei nicht als Ausdruck von Inkompetenz und Defizit. Sieht man diese Leistung, wird verständlich, dass man mit Fragen »Wie können Sie die Angst/den Zwang/die Depression verstärken«, die Selbstwirksamkeit erhöhen kann. Wichtig ist, dass der Therapeut behutsam und achtsam vorgeht, dass es beim Betroffenen würdigend und ermutigend ankommt und so die Menschen in ihrer Autonomie und Kompetenz sehr wirksam unterstützt werden.

 

Selbstwirksame Kompetenz aktivieren

Wird die Entwicklung von Symptomen als Leistung gewürdigt, kann auch folgende Frage gestellt werden: „Welche Funktion haben die Symptome, welche auf unbewusster Ebene unwillkürlich »gemacht« werden?“ Mit diesem Ansatz können die Symptome in ganzheitlich würdigender Weise genutzt werden, um einen Bewusstwerdungsprozess in Gang zu setzen. Auf der Ebene des Unbewussten, wo diese beschriebene Leistung vorhanden ist, sind auch die Kompetenzen, die für hilfreiche Lösungen benötigt werden, gespeichert und in der Hypnosetherapie werden auf diese selbstwirksame Kompetenz zurückgegriffen.

 

Lösungskompetenz aktivieren

Ebenfalls auf unbewusster Ebene können die Betroffenen können Befürchtungen angesiedelt sein, dass sich unerwünschte Auswirkungen ergeben könnten, wenn die Lösungskompetenz aktiviert und genutzt wird. Die Befürchtungen beziehen oftmals darauf, dass andere durch die erfolgreiche Umsetzung der gefundenen Lösung Probleme bekommen könnten. Dann kann eine Symptomatik und das bisherige Nichtnutzen von Lösungskompetenzen als eine unbewusste Loyalitätsleistung verstanden und gewürdigt werden. So sollte der Therapeut auch den unbewussten Widerstand gegen Besserung oder die Ambivalenz geachtet und für die Heilung genutzt werden.

In der Hypnosetherapie können Patienten lernen und korrigierende Erfahrungen machen, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen den eigenen Handlungen und Entscheidungen und den Symptomen der Angst/der Depression/der Sucht. Wenn anderen die Schuld gegeben wird, gibt der Patient ihnen Macht. Wenn für die Gefühle von Depression, Angst, Wut und Enttäuschung auf andere, die Umstände und die anderen verantwortlich gemacht werden, macht man sich selbst hilflos. Der Patient wird die Kompetenzerfahrung machen, dass er selbst seine Gefühle steuern und erkennen kann: »Mein Handeln, Denken und meine Entscheidungen bestimmen, wie ich mich fühle«.