Sexualtherapie

Sexuelle Probleme können Symptom einer körperlichen oder psychischen Erkrankung sein sowie als Folge von Konflikten entstehen. Je nach ihrer Entstehung fällt die Behandlung in den Bereich der Psychotherapie.

Als sexuelle Störung bezeichnet man Ausprägungen des Sexualverhaltens bzw. des sexuellen Erlebens , die durch den Betroffenen selbst als „Störung“ empfunden werden. In einer amerikanischen Studie aus dem Jahr 1994 gaben 43 % der Frauen und 35 % der Männer an, unter sexuellen Störungen zu leiden. Besonders häufig sind die männliche Erektile Dysfunktion, mangelnde Libido sowie Orgasmusstörungen.

Die Ursachen sexueller Probleme können vielfältig sein. Grundsätzlich können mindestens sechs Ebenen von Ursachen unterschieden werden:

  • frühkindliche Traumata
  • psychische Störungen
  • verletzende Erfahrungen
  • Beziehungsprobleme
  • körperliche Probleme

Meistens sind mehrere Ursachen an der Entstehung einer sexuellen Störung beteiligt, die alle über das Gehirn (Hypothalamus und limbisches System) wirken.

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Checkliste für sexuelles Wohlbefinden

  • Bewerten Sie Ihre eigenen sexuellen Neigungen und Bedürfnisse positiv?
  • Fühlen Sie sich in Ihrer derzeitigen oder letzten sexuellen Beziehung angenommen und positiv bewertet?
  • Können Sie Ihre wichtigsten mit der Sexualität in Zusammenhang stehenden Bedürfnisse regelmäßig äußern und befriedigen?
  • Erleben Sie Ihre Sexualität als sinnerfüllten und bereichernden Teil ihres Alltags, der im Einklang mit Ihren Lebenszielen steht?
  • Ist es Ihnen gelungen, Ihre Sexualität im Laufe der Zeit immer befriedigender zu gestalten und dabei Probleme und Schwierigkeiten zu überwinden?
  • Erreichen Sie durch Ihre sexuellen Aktivitäten regelmäßig Lust und körperliches Wohlbefinden?
  • Gibt Ihnen Ihre sexuelle Beziehung ein Gefühl der inneren und äußeren Sicherheit?
  • Führen Ihre sexuellen Aktivitäten immer wieder zu einem Zustand der inneren Ausgeglichenheit?
  • Erleben Sie Ihre Sexualität als energiespendenden Ausgleich gegenüber den Belastungen des Alltags?
  • Haben Sie das Gefühl, auch unabhängig von Ihrer Sexualität, so geliebt zu werden, wie Sie sich das wünschen?
  • Können Sie auf die sexuellen Bedürfnisse Ihres Partners zur beiderseitigen Zufriedenheit eingehen, auch wenn diese über Ihre momentanen Bedürfnisse hinausgehen?
  • Haben Sie ein Gottesbild, das Ihre sexuellen Bedürfnisse und Erlebnisse bejaht?
  • Auch wenn Sie gegenwärtig kein befriedigendes Sexualleben haben: Hoffen Sie, in Zukunft Ihre Situation verbessern zu können?

Merkmale einer erfüllten Sexualität

Merkmale einer erfüllten Sexualität, die im Einklang mit erfahrenem Glück („Flow“ -Erkenntnisse des Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi) stehen:

  1. In jedem Moment wissen beide Partner, was als nächstes zu tun ist.
  2. Man erhält unmittelbares Feedback für das, was man gerade tut.
  3. Das gemeinsam gesetzte Ziel und die Möglichkeiten, dieses zu erreichen, befinden sich im Gleichgewicht
  4. Handeln und Bewusstsein bilden eine Einheit.
  5. Ablenkungen werden vom Bewusstsein ausgeschlossen.
  6. Man ist frei von Sorgen und Ängsten.
  7. Selbstvergessenheit stellt sich ein, das Zeit- und das Raumgefühl werden aufgehoben.

Sexuelle Funktionsstörungen

Unter diesem Begriff werden alle Beeinträchtigungen der sexuellen Funktionen zusammengefasst. Für die Diagnose fordern die Klassifikationssysteme, dass das sexuelle Problem ein Leidensdruck oder Schwierigkeiten zwischen den Partnern verursacht.

Es werden unterschieden:

  1. Störungen des sexuellen Verlangens
  2. Störungen der sexuellen Erregungen
  3. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  4. Orgasmusstörungen

Die Störungsbilder werden unterschieden je nach dem, in welcher Phase des sexuellen Reaktionszyklus (beschreiben von Masters und Johnson) sie auftreten.

Folgende Tabelle fasst die Sexualstörungen bei Mann und Frau zusammen: